Was treibt? Zwischen Online- und Offlinedasein ist Kreativität gefragt.

Optimismus treibt! Der Drang Dinge besser zu machen als sie im Moment sind, hat mich seit ich denken kann bewegt etwas anzupacken. Das galt schon beim “Buden bauen”, später in der Jugendbeteiligungswelt genauso wie heute für Design und sauberen Code.

In der Vergangeheit habe ich Jugendbeteiligungsprojekte initiiert, beraten und selber realisiert. Über 4 Jahre lang war ich in Schülervetretungen auf allen politischen Ebenen aktiv, habe später mit dem Netzwerk Servicestelle Jugendbeteiligung 3 Jahre lang lokale, regionale und bundesweite Projekte durchgeführt und mich als Projektberater qualifiziert. In dieser Zeit habe ich das Jugendförderprogramm Youthbank mit auf den Weg gebracht, die hallesche Bürgerstiftung mitbegründet sowie den landesweiten Engagementwettbewerb Freistil 2006 kooordiniert.

Know-How aufzubereiten und weiterzugeben war bei vielen dieser Projekte unser gemeinsamer Anspruch. Entstanden sind diese Publikationen, an denen ich redaktionell und gestalterisch beteiligt war.

Mit dem Beginn meiner Ausbildung zum Mediengestalter für Digital- und Printmedien 2006, habe ich mich zunehmends dem Thema Barrierefreiheit zugewandt. Ein Thema, dem ich mich im ersten Moment von der Onlineseite her näherte und darauffolgend auch im Alltag verstärkt für Barrieren sensibilisiert wurde. Entwickelt habe ich daraus eine Passion für zugängliches Webdesign. Ein superspannendes Online- / Offline-Thema!

Erste Erfahrungen im Umgang mit tabellenlosen CSS (Cascading Style Sheets) Layouts, semantisch sinnvollem XHTML Code und Mikroformaten schrieb ich bis Anfang 2008 gemeinsam mit einer Kollegin auf www.pixeltapete.de. Heute sind ein Freund und ich Pixelfans und bloggen gemeinsam über validen und experimentellen Code, dokumentieren gestalterische Extravaganzen mit CSS und zeichnen Browserutopien in der Verwendung von SVG (scalable vector graphic).

Wenn ich einen Wunsch frei hätte, wünscht’ ich mir Urlaub und ein Buch dazu. ;)

Beiträge von carsten

Image Fulgurator

Image Fulgurator - die Bildschleuderer Knarre - www.juliusvonbismarck.com

Image Fulgurator - die Bildschleuderer Knarre - www.juliusvonbismarck.com

Der Image Fulgurator (Bildschleuderer) ist ein Gerät zur Manipulation von Fotos. Er greift ein, wenn ein Foto aufgenommen wird und projiziert subversive Botschaften oder Motive auf Fotos, ohne dass der Fotograf etwas davon bemerkt. Anders gesagt handelt es sich  um einen umgekehrt funktionierenden Fotoapparat, der aussieht wie eine Pistole und Bilder auf fremde Apparate bannt. Für Bismarck ist er technisch-schlicht ein „Apparat zur minimal-invasiven Manipulation von Fotografien”.

In dieser Woche, am Donnerstag den 04. März 2010, findet mit Julius von Bismark eine Visiting Artists Session in der Galerie dieschönestadt am Steintor in Halle statt.

Ein paar schicke Beispielfotografien und auch einen kleinen Film gibt es auf der Erfinderwebseite.

Wir sehen uns Donnerstag!

tränenbrot #2 Stuttgart

Quelle: traenenbrot.de

Quelle: traenenbrot.de

Wenn Menschen aus Ihrem Alltag auftauchen, sich Zeit nehmen, gemeinsam Kunst zu machen und dabei Spaß haben, dann ist womöglich die Rede von tränenbrot.

Ein Kunsterkundungsprojekt vierer Menschen, …

gegründet 2007
im ICE Kassel - Stuttgart

Für Tränenbrot trafen sich schon vergangenes Jahr ein Ingenieur, ein Architekt, ein “Dinge-Macher” und eine Frau, die “eigentlich immer eher mit Literatur zu tun” hatte. Gemeinsam haben sie nun schon im zweiten Jahr gezeichnet, fotografiert, collagiert, gesprayt, installiert und vieles Anderes ausprobiert. Die Ergebnisse können siche sehen lassen und machen Freude entdeckt zu werden.

Am vergangen Samstag hatte ich durch einen glücklichen Hinweis einer Mitfahrerin in der Mitfahrgelegenheit von der Aktion erfahren und war bei der Vernissage.

Die Vier haben einen alten Kindergarten in der Alexanderstraße zum Ort Ihres Schaffens erklärt, wo sie Ihre Werke nun noch bis zum 26.02. öffentlich präsentieren.

Die ganze Atmosphäre hat mich total an Halle errinnert, ein altes Gemäuer, dieser latente Schimmelgeruch, Menschen aller Coloeur und ein Gefühl kreativen Aufbrechens. Fetzte!

Eins nur: ich wünsche allen Besuchern der Finnisage einen anderen DJ, als wir ihn zur Vernissage erleben durften; das war noch nicht so das große Los. Ansonsten, echt ein Vergnügen!

Das Buch von allen Dingen

heißt das Stück, dass ich gestern im Rahmen der Imaginale gesehen habe. Ein überwältigendes Gefühl, wenn man nach der Inzenierung feststellt, wie viel und wie gut man in dieser Geschichte gelacht hat, trotz dessen dass es eigentlich tief traurig ist, was man sah.

Alles auf Anfang.

Die Imaginale, ist das internationale Figurentheaterfestival, welches derzeit und noch bis kommende Woche Dienstag in Stuttgart am FITZ, dem Figurentheaterzentrum,  und in fünf anderen baden-württembergischen Städten statt findet.

In 71 Veranstaltungen, darunter 30 für Kinder und Jugendliche, präsentiert die IMAGINALE 2010 ein weit gefächertes Programm international renommierter Künstler aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Schweiz, Südafrika und Ungarn und deckt die ganze Bandbreite zeitgenössischen Figurentheaters vom Puppen- und Objekttheater über Bildertheater bis in die die Grenzbereiche zu Tanz, Performance und Bildender Kunst ab.

Die gestrige Inszenierung am FITZ war eine sehr gelungene Gemeinschaftsproduktion der schweizer Puppenspielerin Margrit Gysin und der Regisseurin Andrea Gronemeyer vom Mannheimer Figurentheather Schnawwl.

“Das Buch von allen Dingen” erzählt in tragischen und komischen Sequenzen mit wohlüberlegten Pointen, die Geschichte von Thomas, einem eigentlich ganz normalen Jungen, der etwas aufmerksamser und vielleicht auch etwas ängstlicher zu sein scheint, als die anderen Kinder in seiner Straße.

Margrit Gysin erzählt die ganze Geschichte anhand eines wunderschön illustrierten, überdimensionierten Pop-up-Buch, einer einzigen kleinen Handpuppe “Thomas” und tritt in unterschiedlichen Rollen auch selber in den Dialog mit Buch oder Puppe. In Augenblicken wechselt sie Stimme, Mimik und Gestik und verkörpert so Thomas’ ganze Familie im Streitgespräch am Abendbrottisch.

Quelle: imaginale.net, Margrit Gysin mit dem Buch von allen Dingen

Quelle: imaginale.net, Margrit Gysin mit dem Buch von allen Dingen

Die Streitereien beim Abendbrot sind aber nicht der einzige Grund, warum Thomas für sich selber festgelegt hat “Später werde ich glücklich!”. Eine Aussage, die nicht nur auf die Frage, was er mal werden wolle passt, wie die Faust aufs Auge. Auch leitet Sie ihn in ein ungewisses “Später”, weil er, bis zum ersten Treffen mit - der als Hexe verschriehenen - Frau Ammersfoort, gar nicht recht weiß, wie er heute schon glücklich werden kann.

Um nicht zu weit in die wunderschöne Geschichte vor zu greifen, möchte einfach alle ermuntern, die morgen in Stuttgart oder übermorgen in Mannheim sind, sich das Stück anzusehen, selber zu lachen, zu weinen und sich verzaubern zu lassen.  Für alle anderen gillt die ausdrückliche Empfehlung die Imagniale bis 09.02. in Ba-Wü zu besuchen. Viel Vergnügen.

Sehr geil.

Ich finds cool, meine Freundin hat Ihren blogspot Account “entdeckt” und gestern Ihren allerersten Blogpost auf dem Studiblog die-wo-spielen veröffentlicht. Das find ich gut. Hab ich doch so oft das Gefühl meine Liebe mit den Web-Eskapaden nur zu langweilen, hat sie gestern den Beweis nach vorne angetreten. Schöne Sache.

Dort schreiben die Studierenden des Fachbereichs Figurentheater der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart über die Puppenspielerszene, ihr Studium und eigene Inszenierungen. Mal mehr oder weniger lang, liest sich das Blog sehr bunt und man spürt die Unterschiedlichkeit der Autoren aus ihren Texten.

Gestalterisch sicher nicht so der Hit, aber für Leute, denen es auf Puppen und Figuren ankommt, offensichtlich vollkommen ausreichend, ohne das böse zu meinen.

Viel Erfolg beim zweiten Beitrag!

Feuerwehr hilft richtungsweisend

Feuerwehr hilft richtungsweisend

Feuerwehr hilft richtungsweisend

Zettelwirtschaft

Um Ordnung an der klasssichen Pinnwand zu schaffen, wandern einige der vielen Zettel jetzt als Digitalversion in diesen Beitrag. Auf dem ersten Originalzettel schreibe ich seit Längerem immer wieder auf, was Freunde an ernstzunhemenden Lese- bzw.”Anschau”-Empfehlungen so geben. Aktuell steht da:

Lesen!

  • Salman Rushdie, Mitternachtskinder
  • Jean-paul Sartre, Das Spiel ist aus
  • William Shakespeare, Macbeth

Ansehen!

  • Tron
  • here we come
  • Schmetterling & Taucherglocke

Ich ergänze das Ganze um einen weiteren Zettel, mit Filmen, die ich gerne nocheinmal sehen würde.

Wiedersehen!

  • The big Lebwosky
  • Zurück in die Zukunft 1-3
  • Transporter (der Allererste)
  • Das doppelte Lottchen
  • Is was Doc?
  • eine Weihnachtsgeschichte im Spielzeugland, von der ich den Titel nicht kenne ;)

mockups leicht gemacht. Na endlich

Vor kurzem bin ich durch @netzlogbuch auf ein nettes mockup-tool gestoßen.

Mockups sind Funktionsskizzen für interaktive Anwendungen mit GUI (graphical Userinterface, grafische Benutzeroberfläche) aller Art. Dazu zählen Desktopanwendungen und Webseiten im Speziellen.

Ich hatte mir schon öfter mal überlegt, dass es eigentlich cool wäre ein grafisches Softwarewerkzeug zu haben, das mit Skizzenschnippseln der Standard-HTML Elemente daherkommt und ich sie “nur so zusammenklicken” könnte. Ich erhoffe mir davon einen  Und das empfohlene balsamiq Tool macht nun genau das.

Es bietet einen reichhaltigen Bastelkasten möglicher Content- und Interaktionselemente. Angefangen bei komfortabel konfigurierbaren Textfeldern unterschiedlichster Art über anpassbare Bilderplatzhalter bis hin zu praktischen Einzelelementen wie Tagclouds oder Videos. Sogut wie alle Felder sind mit persönlichen Inhalten befüllbar, individuelle Mockups sind also kein Problem und noch dazu cooler als Lorem-Ipsum-Wüsten.

Einen guten Überblick über die Funktionalität kann man sich in der Beispielgalerie verschaffen. In absehbarer Zeit soll es auch eine Webanwendung des Ganzen geben, was es vielleicht nicht praktischer aber mindestens sympathisch macht.

Vielleicht auch ganz nützlich für Leute, die eher einen Computer als Stift und Papier zur Verfügung haben.