1. klub7

    Die Künstlerkollektive KLUB7 und 44Flavours starten am 10. April ihre gemeinsame Ausstellung HOLZ51 im Neurotitan / Berlin-Mitte. Gestern bin ich auf den Trailer gestoßen:

    Also ich freu mich schon.. Achso, die Ausstellung endet am 2. Mai also noch ein bisschen Zeit, falls man es nicht zur Vernissage schafft..

    UPDATE 12. April 2010

    Die Vernissage ist vorbei.. Voll wars, schön wars – es hat Spass gemacht!

    hier gehts weiter zum flickr-Album HOLZ51 von KLUB7

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  2. Gravo-Druck wird abrgerissen

    Ich habe es gerade im Halleforum gelesen und muss mal sagen, dass ich das echt traurig finde! Jetzt geht mal wieder der in Halle typische Prozess ab:

    • verfallen lassen
    • abreißen
    • Schutt drauf
    • grüner Zaun drum rum und fertig ist der Parkplatz

    Ich kann mir echt nicht vorstellen, waum es nicht möglich ist in der Lage ein anständiges Konzept für so einen Komplex zu entwickeln.

    Auf marodes.de gibt es eine schöne Bildserie zu dem Komplex.

    Man hätte tausend schöne Dinge machen können..

  3. Mein Abend mit Edgar Allan

    Gastbeitrag

    Es gibt wenig Schriftsteller, die so einen nachhaltigen Einfluss auf die Kunst hatten, wie Egar Allan Poe. Im vergangenen Jahr wurde weltweit sein 200. Geburtstag gefeiert. Aus irgendwelchen Gründen präsentierte in diesem Rahmen das hallische Opernhaus die Welturaufführung eines Musicals mit dem Namen des Schritstellers.

    Als Teenager fiel mir der Sammelband  “Der Goldkäfer” in die Hände, die neben der titelgebenden Geschichte auch  u.a. “Die Maske des roten Todes” und “Der Doppelmord in der Rue Morgue” enthielt.  Mit der letzgenannten Geschichte hat Poe eine gesamte Literaturgattung begründet, inspirierender fand ich allerdings die zweite Detektivgeschichte “Der entwendete Brief”. Insbesondere hatte es mir der philosophische Diskurs über Mathematik und (Dicht)Kunst angetan. Ich las dann allles, was ich finden konnte. Nachhaltig hat mich auch “Das Pendel” beeindruckt, dann las ich Poe bis 2009 nie wieder, die Texte sind aber nach wie vor präsent.

    Als ich gestern [am 03.01.2010] durch das tiefverschneite Halle ging, welches durchaus als Illustration eines Poe’schen Gedichts hätte geeignet sein können, wußte ich wenig über die Entstehung des Stückes. Ich hatte gelesen, dass der Komponist und Autor Eric Woolfson, Mitbegründer von “The Alan Parsons Project”, der Premiere ferngeblieben war, da er mit der Inszenierung nicht einverstanden war. Ich hatte allerdings auch gelesen, dass die Premiere ursprünglich in Berlin geplant war, aber auch dort zu Differenzen entstanden sind. Ich erwartete weniger einen gesungenden Lebenslauf, sondern eines von Edgar Allan Poes Schaffenskraft beeinflusstes Stück.

    Musik

    Ich sass im Parkett. Gesang und Instrumente waren weitesgehend ausgewogen, an einigen Stellen war das Orchester jedoch zu laut. Die Musik ist natürlich das Sahnehäubchen des Stücks und allemal den Gang wert. Die Übersetzungen sind insgesamt gelungen.

    Bühnenbild

    Das Bühnenbild ist großartig, auch mit den Umbauten während des Stückes. Videoeffekte wurden selten und zurückhaltend eingesetzt.
    Den Bühnenraben finde ich allerdings misslungen. Die Oper warb in der Stadt mit einer Rabenfigur, was ich eine gute Marketingidee finde.

    Inszenierung

    Meiner Meinung nach hätte es der 5 zusätzlich eingeführten Figuren, die wohl der Anlass für den Streit mit dem am 02.12.2009 verstorbenen Komponisten gewesen sind, nicht bedurft. Halle hat keine Musicalbühne und auch kein Musicalensemble. Die Voraussetzungen waren bekannt und deshalb kann man die Inszenierung auch als gelungen werten. Die Auswahl der biografischen Stationen ist insgesamt in Ordnung. Verblüffend ist nur das das Stück den Eindruck Poe sei abhängig von Alkohol und Opium weitergibt, dass überwiegend durch Rufus Wilmot Griswold (im Stück sein Gegenspieler) geprägt worden ist.  Dafür wäre m.E. eine Würdigung von Charles Baudelaire möglich gewesen, ohne ihn hätte die Geschichte Poe wahrscheinlich vergessen.

    Das Ensemble

    Die Akteure hatten auch noch für eine Zugabe in der Originalsprache Kraft, insbesondere Björn Christian Kuhn, der anders als ausgewiesen, nicht nur den älteren Poe sang und spielte. Manche Chorlieder wirkten doch manchmal stimmlich wie aus einer Operette.

    Ein gelungener Abend und ein letztes Rätsel. Das Stück ist als Liveperformance 2003 in den Abby Road Studios aufgeführt worden. Es mag umarrangiert worden sein, es wurden jedoch alle Titel (in etwas anderer Reihenfolge) gespielt. Ist es dann noch eine Uraufführung?

    unser erster Gastautor: Andreas “Pawel” Fritsch

    … ist Sozialarbeiter bei der Stadt Halle, Familienvater und ein Freund länger als es diese Seiten gibt. In seiner Freizeit, mit scharfsinnigem Blick, unterwegs durchs Netz erforscht er SVG (scalable vector graphic) und die Chancen neuer Technologien für das barrierearme Web. mehr

  4. Eyecatcher Konjunkturdelle

    Alle Welt spricht von der Wirtschaftskrise. Ich hab’ sie vergangene Woche sogar vor die Linse bekommen.

    Plus Minus

    Plus Minus

    Anfänglich dachte ich noch an einen Marketinggag, weil das Schild insgesamt drei Mal falschherum ab- und wieder angebaut wurde. Mittlerweile ist hier allerdings ein neuer Discounter eingezogen.

  5. Moritzburg 2.0 – ein netter Versuch

    Was das ZfzK 2007 versuchte, will nun auch die Stiftung Moritzburg. Mit “art is moving” versucht sich die Stiftung Moritzburg grade selber einer Zielgruppe zu nähern, von der sie offensichtlich kaum eine Ahnung hat.

    art-is-moving

    “Art is moving” will eine interaktive Onlinekampagne für die Moritzburg sein. Leider erfährt man auf der dazugehörigen Webseite überhaupt nichts über Ziel und Nutzen dieser “Kampagne”. Auch die dazugehörige Pressemitteilung, die sich dort im Übrigen auch nicht finden lässt, gibt nur minimalen Aufschluss.

    Mit der Aktion “stopmotion” macht das Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt auf der Website anspruchsvolle Inhalte leicht zugänglich und abrufbar. Kurze Trickfilme entführen den Betrachter auf eine humorvolle Reise zur Kunst und zur Architektur im Kunstmuseum Moritzburg.
    Aber es wird noch viel mehr zum Thema Kunst geboten.

    Ich frage mich nur wo.

    Alle Interaktionen sind online über www.art-is-moving.de kostenfrei abruf- und erlebbar.

    Wie gnädig ;)

    Die Webseite ist auch nur mäßig, errinnert an ein Baukastenprodukt á la google page creator und wirkt alles in Allem irgendwie lieblos. Auch weil ich für Webseiten, die Geräusche machen, welche man nicht abstellen kann, nun so gar nichts übrig habe.

    Noch dazu, dass die Pressemitteilung vom 11.03., der letzte Blogeintrag auf der Seite allerdings schon vom 30.12.’08 stammt, macht mich stutzig.

    Ach was soll ich mich ärgern. Die neue Moritzburg ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Was die Onlinekampagne bietet, wird sich noch zeigen.