fail

In den letzten Tagen habe ich mal wieder so einiges im Netz gefunden, wo ich einfach nur staunen kann. Beispielsweise bietet die Mitteldeutsche Zeitung diverse RSS-Feeds an.

Und das alles zum Null-Tarif.

Wie sie auf der Vorstellseite zu den RSS-Feeds protzen. Und getreu dem Motto der Bedienfreundlichkeit wird auch jeder einzelne Feed aufgelistet - aber nicht verlinkt..

Was mir hingegen sehr gefallen hat war ein Video des failblogs:

und Außerdem bin ich auf wortdrauf auf so einige schönen Toielttensprüche gestoßen:

mockups leicht gemacht. Na endlich

Vor kurzem bin ich durch @netzlogbuch auf ein nettes mockup-tool gestoßen.

Mockups sind Funktionsskizzen für interaktive Anwendungen mit GUI (graphical Userinterface, grafische Benutzeroberfläche) aller Art. Dazu zählen Desktopanwendungen und Webseiten im Speziellen.

Ich hatte mir schon öfter mal überlegt, dass es eigentlich cool wäre ein grafisches Softwarewerkzeug zu haben, das mit Skizzenschnippseln der Standard-HTML Elemente daherkommt und ich sie “nur so zusammenklicken” könnte. Ich erhoffe mir davon einen  Und das empfohlene balsamiq Tool macht nun genau das.

Es bietet einen reichhaltigen Bastelkasten möglicher Content- und Interaktionselemente. Angefangen bei komfortabel konfigurierbaren Textfeldern unterschiedlichster Art über anpassbare Bilderplatzhalter bis hin zu praktischen Einzelelementen wie Tagclouds oder Videos. Sogut wie alle Felder sind mit persönlichen Inhalten befüllbar, individuelle Mockups sind also kein Problem und noch dazu cooler als Lorem-Ipsum-Wüsten.

Einen guten Überblick über die Funktionalität kann man sich in der Beispielgalerie verschaffen. In absehbarer Zeit soll es auch eine Webanwendung des Ganzen geben, was es vielleicht nicht praktischer aber mindestens sympathisch macht.

Vielleicht auch ganz nützlich für Leute, die eher einen Computer als Stift und Papier zur Verfügung haben.

Was mache ich eigentlich?

Gerade sitze ich in Leipzig und bin krank!

Doch damit nicht genug hab ich hier auch ordentlich zu tun. Ich arbeite derzeit bei einem Theaterstück mit und bin zuständig für die Visualisierungen. Das heißt etwas konkreter über die Spielzeit von ca. 1h und 30 min. drei Beamer mit unterschiedlichen Videos zu bespielen. Vor zwei tagen gabs dann (natürlich wie es sein muss) einen technischen Totalausfall und Windows bootete nicht mehr, gestern sollte eine Matrox Dualhead2go geliefert werden, die erst heute kam (muss aber noch getestet werden) und mein zweites Notebook schaltete sich ca. 5 min. vor Probenbeginn einfach ab und war für 20 min. unbrauchbar..

Inzwischen habe ich ca. 50% der Fehler beseitig und habe einen Kurztripp nach Halle hinter mir. Jetzt muss ich mich noch mit einem halb funktionierenden MIDI-Kontroller auseinandersetzen und wahrscheinlich Windows ein bis zwei Mal neu installieren. Aber es gibt auch gute Nachrichten. Wie es aussieht kann ich morgen endlich einen Internetzugang für mein Zimmer haben und der Videomischer funktioniert auch super und dann klappts zur Morgenprobe hoffentlich auch mit den Videos..

Derweil konnte ich mich heute mit Filme-Sichten beschäfftigen. Inzwischen sind es ca. 25 Spielfilme und wer weiß wie viele Videoclips und dann wie immer das Gleiche: vorne was weg schneiden, hinten was wegschneiden, einen Loop draus bauen, Sättigung raus, Kontraste hoch und einfärben..

Aber spannend wirds auf jeden Fall am 24. Juni ist Premiere und dann heißt es beamen, beamen, beamen..

Und zum Schluss noch ein kleiner Ausblick..

.. auf den Balkon bei der Probebühne

Die Kategorisierung fiel mir ein wenig schwer..

Will man wirklich jeden Job

Bewerbungen zu versenden ist nicht ohne. Man muss sich gekonnt, aber nicht übetrieben präsentieren, sich in Szene setzen, wie man unter Normalbedingungen vielleicht gar nicht auf treten würde und trotzdem authentisch bleiben.

Nach dem Versenden heißt es dann abzuwarten, auf einen Anruf, eine Email oder einen Umschlag mit den zurückgesendeten Unterlagen.

Hat sich der potentielle zukünfitge Arbeitgeber Mühe gegeben, bekommt man zu den eigenen Unterlagen manchmal auch noch ein förmliches Schreiben mit zurück, dass einen nochmal an den Job errinnert, den man nicht gekriegt hat.

So auch in diesem Fall, wo ich vor einigen Tagen durch Zufall folgende Zeilen auf dem Schreibtisch einer Freundin las:

Da kann man dann doch froh sein, dass es nicht geklappt hat, schließlich will man doch auch Freude an seiner Arbeit haben. Oder?!

Mediengestalter Abschlussprüfung

In den vergangen Wochen habe ich mich vornehmlich mit meiner Abschlussprüfung auseinandergesetzt. Anfangs paukte ich noch für meine Theorieprüfung, anschließend hab’ ich meine Konzeption für die praktische Prüfung erarbeitet um sie dann am Tag meiner Prüfung, dem 02. Juni, in Form zu bringen und praktisch umzusetzen.

Die Aufgaben der gesamten Prüfung unterliegen, genauso wie die Ergebnisse, der Geheimhaltungspflicht und eigentlich würde ich hier gerne einige Screens meiner praktischen Arbeit zur Kritik veröffentlichen, kann das aber leider aus genanntem Grund nicht tun. Oder, sollte es lieber nicht.

Nichts desto trotz, die Aufgabe bestand darin eine Unternehmenswebseite mit 12 unterschiedlichen Screens zu konzipieren und zu gestalten. Es hat Spaß gemacht, wenn ich auch lieber eine lauffähige Seite gebaut hätte, als nur die statischern Screens zu basteln.

Eine satte Portion Weichzeichner ermöglicht mir, mindestens einen Einblick in die Arbeit zu geben;)

Mal sehen, wie’s ausgeht. Am 30. Juni werden die Ergebnisse bekannt gegeben.

Update, 07.07.’09: Es ging gut aus. Ich hab bestanden und bin jetzt Mediengestalter.

Themenserie Arbeit - Frithjof Bergmann

Nun ist es endlich soweit und mein erster Beitrag zur Themenserie Arbeit ist fertig. Wie versprochen gibt es ein Gespräch mit Frithjof Bergmann dem Chairman der New Work Enterprises. Aber zuerst möchte ich noch erwähnen, wie entspannt es war, dass Gespräch mit Frithjof Bergmann vorzubereiten, ich habe ihm eine Mail geschrieben und innerhalb von 24h eine Antwort bekommen:

Ich bin jetzt gerade in Deutschland. E-mail mir doch Deine Fragen. Wir koennen auch pauschal festnetz telephonieren

Diese unkomplizierte Art, Sachen beim Namen zu nennen, gefiel mir auch, als ich das erste Mal ein Buch von ihm in den Händen hielt und flüchtig ein paar Seiten durchblätterte. Das war 2007 “Neue Arbeit - Neue Kultur”.

Frithjof Bergmann

Frithjof Bergmann

1963 gewann er mit einem Aufsatz zur “Welt, in der wir leben wollen” ein Studienjahr in Oregon von der österreichischen US-Botschaft und blieb in Amerika. Zunächst schlug er sich als Tellerwäscher, Preisboxer, Fließband- und Hafenarbeiter durch. Später schrieb er Theaterstücke und lebte fast 2 Jahre lang als Selbstversorger auf dem Land bei New Hampshire. Er studierte Philosophie an der Universität Princeton, promovierte mit einer Arbeit über Hegel und erhielt Lehraufträge in Princeton, Stanford, Chicago und Berkeley.

Quelle: Wikipedia

2004 Schrieb er das Buch “Neue Arbeit - Neue Kultur”. Ich hatte jetzt das Glück mit ihm über seine Ideen und Vorstellungen zu reden: Wie eine zukünftige Arbeitsgesellschaft aussehen könnte, was es heißen würde eine Arbeit zu haben, die man wirklich, wirklich will und nicht zuletzt, welche Rahmenbedingungen dafür nötig wären. Könnte die aktuelle weltwirtschaftliche Situation eine dieser Bedingungen sein? Wie schätzt er die momentane Entwicklung ein?

Vielen Dank an Frithjof Bergmann für die unkomplizierte Realisierung und die aufschlussreiche Unterhaltung.

Recherchesammlung: Arbeit

Einleitend in unsere Arbeitsserie stelle ich unsere Rechercheergebnisse für ein geplantes Projekt vor. Die vorliegende Sammlung ist eine Auswahl empfehlenswerter Literatur, Radiosendungen, Webseiten und Filme bzw. Spots.

Literaturempfehlungen, Magazine und Zeitungen

  1. Prekäre Perspektiven … in der neuen Gesellschaft

    Informationen aus der Tiefe des unsicheren Raumes, Reader zur Diskussionsreihe, Hrsg. Neue Gesellschaft für Bildende Kunst e.V., Berlin 2004 - 2006

  2. Wir nennen es Arbeit

    Die digitale Boheme oder Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung, Sascha Lobo, Holm Friebe, Wilhelm Heyne Verlag, München 2006

  3. Wovon lebst du eigentlich?

    Vom Überleben in prekären Zeiten, Jörn Morisse, Rasmus Engler, Piper Verlag GmbH, München 2007

  4. Neue Arbeit, Neue Kultur

    Frithjof Bergmann, Arbor Verlag, Freiamt 2004

  5. The Rise of the Creative Class

    And How It’s Transforming Work, Leisure, Community and Everyday Life, Richard Florida, basic books, New York 2002

  6. Entgrenzung von Arbeit und Leben

    Essaysammlung in der Beilage zur Wochenzeitung „Das Parlament„, Aus Politik und Zeitgeschichte, Ausgabe 34 / 2007, Bonn 2007

Radiofeatures, Interviews und Reportagen

  1. Arbeit, die wir wirklich wollen

    Frithjof Bergmann über sein Konzept der Neuen Arbeit, Hörbuch, blauburg Verlag, Freiburg 2004

  2. Prekäre Superhelden

    Superhelden und Heldinnen widmet sich die Ag „Schwerprekär„ ausnahmsweise in Buchform. Interview mit Autor Dipl. Politologe Stephan Adolphs., freie-radios.net, Radio Corax 2008

  3. Das Monster Prekariat

    Es geht um den Begriff des »Prekariats«. Was es genau mit dieser umstrittenen Kampfvokabel auf sich hat, in welchen Kontexten sie Verwendung findet und welchen Erkenntniswert sie bereitstellt, freie-radios.net, Radio Corax 2008

  4. Organisiert das schöne Leben

    Interview mit Philipp Stein, einem Sprecher des Berliner Mayday-Bündnisses., freie-radios.net, Radio Corax 2008

  5. Vor- und Nachteile notwendiger Rahmenbedingungen der digitalen Bohème

    Sascha Lobo, der 2006 der digitalen Bohème eine prächtige Zukunft prophezeite, redet er über die notwendigen Rahmenbedingungen des selbst bestimmten Arbeitens., freie-radios.net, Radio Corax 2008

  6. die digitale Bohème

    Alternative zum unbefriedigenden Brotjob oder Avantgarde einer völligen Ökonomisierung aller Lebensbereiche?, freie-radios.net, Radio Corax 2008

  7. Strike Bike

    Eine Belegschaft leistet Widerstand gegen die Schließung aus ökonomischen Gründen und schafft das Unmögliche: Sie gränden ihre eigene Firma und bauen ihre eigenen Protest-Fahrräder., freie-radios.net, Radio Corax 2008

Weblinks mit Ideen und Projekten

  1. ARBEIT(s)LEBEN im WANDEL

    Onlinedosier des Goethe-Institut zum Thema „Zukunft der Arbeit, Prekarisierung, Generation Praktikum“, Goethe-Institut, München 2006 - 2008

  2. Die Zukunft der Arbeit

    brandeins Onlinedosier Nummer 06 zum Thema „Zukunft der Arbeit“, brandeins Verlag GmbH & Co. OHG, Hamburg 2000 - 2007

  3. Themenjahr „Arbeitswelt(en) Zur Zukunft von Arbeit und Engagement„ (Arbeitstitel)

    Informationen, Ideensammlung und Aufforderung zur Beteiligung am kulturellen Themenjahr 2009, Stadt Halle, Franckesche Stiftungen, Halle 2008

  4. Von der Bohème zur Unterschicht

    Job, Geld, Leben - nichts ist mehr sicher. Eine neue Klasse der Ausgebeuteten begehrt auf: Das Prekariat, Thomas Gross, Onlinearchiv DIE ZEIT 27.04.2006 Nr.18

  5. Selbstbestimmung oder Selbstausbeutung?

    Themenblog zur Digitalen Bohème, Autorin anonym, digitalbohemian.wordpress.com 2008

  6. Was ist Arbeit heute?

    ist die Frage über dem Kunsttransferprojekt „Geometrie der Arbeit„, das 2006 begann., Fachgebiet Kunstpädagogik und Kunsterziehung an der Burg Giebichenstein, 2008

Filme, kurze Spots und Reportagen

  1. Vorschaubild: Arbeit?
  2. Vorschaubild: NEBEN DER ARBEIT
  3. Vorschaubild: Prekäre Arbeit und Entlohnung in Sachsen-Anhalt
  4. Vorschaubild: 9to5. Wir nennen es Arbeit
  5. Vorschaubild: Blitzpop
  6. Vorschaubild: Elektrischer Reporter 04: Digitale Bohème
  7. Vorschaubild: Euromayday 2007 Wien - Prekarisierung
  8. Vorschaubild: kreatives proletariat

Diese Sammlung stand bis jetzt unter schichtsysteme.medienstadt.info zur Verfügung und ist ab sofort nur noch hier erreichbar.