1. UNFUN

    „Paris war beschissen, wie erwartet, ich hasse die Pariser Grandeur, die Zugreise war beschissen, wie erwartet, Kiel war beschissen, wie erwartet; ich komme aus der Kabine, die ich mit Tuck, der Steinsäge, teile, frisch geduscht, halb geil, herausgeputzt, und bestelle einen Wodka mit Eis.“

    So spricht Lucy, die anarchistische Heldin in Matias Faldbakens UNFUN. Lucys Wurzeln liegen im Stamme der Ik, jenem Volk, das angeblich keine Liebe kennt. Lucy ist schwarz und 35 Jahre alt – und um weiterhin Anarchistin zu bleiben, muss sie ihre Angehörigen loswerden: Das sind Slaktus, der sie mit 15 in den Wald verschleppt und dort jahrelang misshandelt hat; Atal und Wataman, ihre beiden Snus-abhängigen Geldfälscher-Zwillingssöhne, deren ätzendes Lachen jede Moral untergräbt und sich in den tragischsten und schmerzhaftesten Momenten Bahn bricht; ein polnischer Arzt, die Synchronstimme von Homer Simpson; ein afrikanischer Schauspieler und der Rest des Versager-Teams von Deathbox, dem Splatter-Video-Game ihres Peinigers, das nicht nur von Horrorfilmen der 70er inspiriert ist, sondern auch von „Herz der Finsternis“, Joseph Conrads Erzählung über eine Reise ins Innere des afrikanischen Kontinents.

    Am 28. Mai wird es in Leipzig in der Skala auf die Bühne gebracht und da heißt es abwarten und schauen was Regisseur Mirko Borscht inszeniert. Letztes Jahr gab es zu UNFUN auch ein Interview mit Faldbakken auf der Buchmesse und schönerweise gibt es das auf youtube:

  2. Themenserie Arbeit – Frithjof Bergmann

    Nun ist es endlich soweit und mein erster Beitrag zur Themenserie Arbeit ist fertig. Wie versprochen gibt es ein Gespräch mit Frithjof Bergmann dem Chairman der New Work Enterprises. Aber zuerst möchte ich noch erwähnen, wie entspannt es war, dass Gespräch mit Frithjof Bergmann vorzubereiten, ich habe ihm eine Mail geschrieben und innerhalb von 24h eine Antwort bekommen:

    Ich bin jetzt gerade in Deutschland. E-mail mir doch Deine Fragen. Wir koennen auch pauschal festnetz telephonieren

    Diese unkomplizierte Art, Sachen beim Namen zu nennen, gefiel mir auch, als ich das erste Mal ein Buch von ihm in den Händen hielt und flüchtig ein paar Seiten durchblätterte. Das war 2007 “Neue Arbeit – Neue Kultur”.

    Frithjof Bergmann

    Frithjof Bergmann

    1963 gewann er mit einem Aufsatz zur “Welt, in der wir leben wollen” ein Studienjahr in Oregon von der österreichischen US-Botschaft und blieb in Amerika. Zunächst schlug er sich als Tellerwäscher, Preisboxer, Fließband- und Hafenarbeiter durch. Später schrieb er Theaterstücke und lebte fast 2 Jahre lang als Selbstversorger auf dem Land bei New Hampshire. Er studierte Philosophie an der Universität Princeton, promovierte mit einer Arbeit über Hegel und erhielt Lehraufträge in Princeton, Stanford, Chicago und Berkeley.

    Quelle: Wikipedia

    2004 Schrieb er das Buch “Neue Arbeit – Neue Kultur”. Ich hatte jetzt das Glück mit ihm über seine Ideen und Vorstellungen zu reden: Wie eine zukünftige Arbeitsgesellschaft aussehen könnte, was es heißen würde eine Arbeit zu haben, die man wirklich, wirklich will und nicht zuletzt, welche Rahmenbedingungen dafür nötig wären. Könnte die aktuelle weltwirtschaftliche Situation eine dieser Bedingungen sein? Wie schätzt er die momentane Entwicklung ein?

    Gespräch mit Frithjof Bergman

    Vielen Dank an Frithjof Bergmann für die unkomplizierte Realisierung und die aufschlussreiche Unterhaltung.

  3. Mal wieder Buntes

    Leider gehts mir zur Zeit ähnlich wie Carsten und ich kann mir nur wenig Zeit dafür nehmen Themen für die medienstadt.info zu recherchieren bzw. bereits begonnene Artikel zu vollenden. Aber jetzt nehme ich mir die Zeit zum Prokrastinieren und schreibe einen kleine Rundschau über Sachen auf die ich in letzter Zeit im Netz gestoßen bin.

    Nummer 1:

    Wo wir auch schon beim ersten Thema wären. Derzeit lese ich ein Buch von Sascha Lobo und Katrin Passig – “Dinge geregelt kriegen“:

    mein zwischen Fazit nach den ersten .. Seiten: Ein sehr schönes Buch für Menschen, die immer ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie Arbeit liegen lassen und lieber den relevanten Themen des Alltags nachgehen. Das Buch spricht einem Mut zu seinen Lebensstil nicht zu ändern, weil das noch mehr in die Hose gehen könnte. Was aber nicht heißt, das Prokrastionation mit Faulheit verbunden ist, sondern viel mehr als Ausgleich dient, dem Stress des Alltags zu entfliehen, weil man innerlich sowieso ein Gefühl hat die Arbeit, die eigentlich 5 Tage in Anspruch nimmt, in 5 Stunden erledigen zu können. Es funktioniert so zu sagen wie die alte Star Trek Logik:

    “Ich brauche mindestens 3 Stunden um das Schiff zu reparieren! ..Du hast aber nur eine! ..dann mach ich es in einer halben..”

    Nummer 2:

    Am Sonntag schrieb Ruppe Koselleck Carsten  und mir, um auf eines seiner Projekte hinzuweisen. Nachdem wir bereits über Billy Baypack berichteten, finde ich ist hier der richtige Platz um Ruppe weiter zu unterstützen. Diesmal geht es um seinen Porschekomplex.  Hier ein kurzer Auszug aus der Mail:

    Anbei übersende ich Euch als Hinweis in eigener Sache den Porschekomplex zu.

    Am Freitag, den 13. März 2009 parkte ich mit meinen 433 Modellporsches in der Stuttgarter Innenstadt auf Einladung des http://www.stuttgarter-kunstverein.de.

    Ich sammele 10.000 gebrauchte Modellporsches, damit ich in absehbarer Zukunft auf dem KuDamm in Berlin 150 Meter Parkraum damit okkupieren kann.

    also Porsche spenden, wer einen zu viel hat..

    Nummer 3:

    Juni 2009 wird es soweit sein und das Buch “Street Art Legenden zur Straße” von Katrin Klitzke & Christian Schmidt wird im Verlag des Archivs für Jugendkulturen erscheinen.  Wie Berlin based Urban-Art berichtet ist darin auch “Street Art: Das Musical” enthalten, worauf ich auch ein wenig gespannt bin..

    Schaut man sich die Layouts der Bücher an kommen natürlich auch gleich wieder Assoziationen auf:

    … muss wohl nicht weiter beschrieben werden

    erinnert ein wenig an “Die Stadt als Spielplatz” von Christian Heinicke und Daniela Krause und schaut man genauer hin fällt auf, das Christian Heinecke beim Legendenbuch zwar nicht Herausgeber aber Illustrator ist.

    Und wer mir sagen kann, wo in Halle man das Legendentitelbild finden kann, dem gebe ich ein Bier aus..

    und Nummer 4:

    Der gute Aram Bartholl aus Berlin hat wie immer wunderschöne Sachen und Ideen auf seinem Blog zu bieten:

  4. Geometrie der Arbeit in Papier

    Briefumschlag C4

    Briefumschlag C4

    Packpapier transluzent

    Packpapier transluzent

    Kam heute per Post und hab ich hab mich seit Tagen drauf gefreut.

    Projektdokumentation Geometrie der Arbeit

    Projektdokumentation Geometrie der Arbeit

    Leseerfahrungen und ein paar Auszüge gibt’s nach den ersten 183 Seiten.