1. Werkleitz – Angst hat große Augen

    Bald ist es wieder so weit und das jährliche Werkleitz-Festival startet in eine neue Runde, diesmal unter dem Thema: “ANGST HAT GROSSE AUGEN”. Vom 12. – 17. Oktober gibt es dann wieder einiges zu entdecken. Genaueres erfährt man auch in der Pressemitteilung:

    Das 20. Jahrhundert gilt als das „Jahrhundert der Angst“. Die scheinbar ununterbrochene Abfolge von radikalen Umbrüchen und Katastrophen in der ersten Hälfte des Jahrhunderts machten der Menschheit ihr autodestruktives Potential deutlich. So blieb in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts das Gefühl einer beständigen Bedrohung zurück: Kriegsangst, Angst vor ökonomischen Krisen, Angst vor Umweltzerstörung, Angst vor neuen Technologien, Angst vor Terrorismus, Angst vor grundlegenden gesellschaftlichen Veränderungen. Auch das 21. Jahrhundert begann mit einer Abfolge von kollektiven Angstszenarien: Vom Millennium Bug (dem angeblichen Zusammenbruch der Computersysteme) über den 11. September, Klimawandel, demographischen Wandel („Die Deutschen sterben aus“) über die Vogelgrippe bis hin zur aktuellen Finanzkrise. Angst scheint ein fester Bestandteil des öffentlichen Lebens zu sein. Für den Einzelnen ist dabei nur sehr partiell durchschaubar, wie groß die angekündigten Bedrohungen tatsächlich sind. Die Massenmedien, deren Aufgabe es wäre, solche komplexen Prozesse allgemeinverständlich zu vermitteln, leben hingegen wesentlich von der Darstellung des Negativen und neigen aus diesem Grund dazu, Problemszenarien möglichst drastisch darzustellen.
    Angst ist ein Grundgefühl, das eigentlich eine konkrete Reaktion verlangt: Flucht oder Aggression, Problemvermeidung oder Problemlösung. Doch den globalen Problemen kann das Individuum weder auf die eine noch die andere Art konkret beikommen. Soziale Angst lässt sich individuell nicht auflösen. Wie also gehen die Menschen heute mit der Angst um? Wie sehen ihre Reaktionen aus? Mit diesen Fragen wird sich das Festival Angst hat große Augen auseinandersetzen. Untersucht werden soll sowohl, was das Gefühl der Angst erzeugt, als auch wie Menschen auf Angst reagieren: Von konkreten Lösungsversuchen über abstrakte Ideen- (und Ideologie-) Bildung bis hin zu kollektiven und individuellen Ersatzhandlungen. Dabei werden lähmende Angstreaktionen ebenso untersucht wie deren kreative Überwindung.
    Das Festival wird sich auf zwei künstlerische Gattungen konzentrieren: Kunst im öffentlichen Raum und Filmprogramme, ergänzt durch Vorträge, Panels und Publikationen.

    und hier noch der Hinweis auf das Programm und das Begleitprogramm auf Radio Corax

  2. Tanzatelier Kokü

    Ich ärgere mich schon ein wenig darüber am Wochenende nicht in Halle zu sein und das eigentlich nur wegen einem Youtubevideo:

    Mehr hab ich bis jetzt vom Tanzatelier Kokü noch nicht gesehen und es wird wohl leider erst einmal dabei bleiben.. Denn am Samstag sind sie in Halle zu Gast – aber deswegen hier als Empfehlung, damit es nicht noch mehr verpassen:

    Dj-Set und Live-Performance Tanzatelier Kokü + Seth Schwarz + Schoenfeld, danach Monkey Safari

    1. Mai ab 23h im Charles Bronson (Berliner Straße 242// Halle)

  3. absolut bronson

    Was da zu Pfingsten (21. Mai bis 23. Mai) auf uns zu kommt kann sich mal sehen lassen. Drei Tage gibt es ein elektronisch-künstlerisch ausgefeiltes Programm.. denn “es heißt zum ersten mal Vorhang auf für das Absolut Bronson Festival.”

    In den Abendstunden und durch die Nacht gibt es Tanzmusik von 22 Dj’s und Liveacts:
    Oliver Huntemann, Feadz, Super Flu, Zombie Disco Squad, Round Table Knights, Dapayk, Shir Khan, Andre Winter, Jake The Rapper, &Me, RAMPA, Jamy Wing, Monkey Safari, Jack Tennis, MIKE OKAY, Fry, Arsen1Computerklub, Lowskii, Peter Invasion, Liza Lauter, Tricklz! und DISKOROBOT. Visuelles wird geboten von Kino Kid Cash, Idiot Box und Diapositiv.

    Zum Vorhören an dieser Stelle mal der Verweis auf den Festival Mix:

    Absolut Bronson Festival Mix by What! What! Records

    Und auch die hellen Stunden des Pfingstwochenendes werden bunt: Die Street Art und Graffiti Crews KLUB7, 44Flavours, Gogoplata, Peachbeach, Kaputtnic und Kowalski bemalen, bekleben, .. alles was ihnen in die Hände kommt..

    Also noch einen Monat warten und dann tanzen, gucken, Spass haben in der Berliner Straße 242 – Halle..

    Update:

    Jetzt steht auch der Zeitplan fürs Festival..

  4. Das Buch von allen Dingen

    heißt das Stück, dass ich gestern im Rahmen der Imaginale gesehen habe. Ein überwältigendes Gefühl, wenn man nach der Inzenierung feststellt, wie viel und wie gut man in dieser Geschichte gelacht hat, trotz dessen dass es eigentlich tief traurig ist, was man sah.

    Alles auf Anfang.

    Die Imaginale, ist das internationale Figurentheaterfestival, welches derzeit und noch bis kommende Woche Dienstag in Stuttgart am FITZ, dem Figurentheaterzentrum,  und in fünf anderen baden-württembergischen Städten statt findet.

    In 71 Veranstaltungen, darunter 30 für Kinder und Jugendliche, präsentiert die IMAGINALE 2010 ein weit gefächertes Programm international renommierter Künstler aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Schweiz, Südafrika und Ungarn und deckt die ganze Bandbreite zeitgenössischen Figurentheaters vom Puppen- und Objekttheater über Bildertheater bis in die die Grenzbereiche zu Tanz, Performance und Bildender Kunst ab.

    Die gestrige Inszenierung am FITZ war eine sehr gelungene Gemeinschaftsproduktion der schweizer Puppenspielerin Margrit Gysin und der Regisseurin Andrea Gronemeyer vom Mannheimer Figurentheather Schnawwl.

    “Das Buch von allen Dingen” erzählt in tragischen und komischen Sequenzen mit wohlüberlegten Pointen, die Geschichte von Thomas, einem eigentlich ganz normalen Jungen, der etwas aufmerksamser und vielleicht auch etwas ängstlicher zu sein scheint, als die anderen Kinder in seiner Straße.

    Margrit Gysin erzählt die ganze Geschichte anhand eines wunderschön illustrierten, überdimensionierten Pop-up-Buch, einer einzigen kleinen Handpuppe “Thomas” und tritt in unterschiedlichen Rollen auch selber in den Dialog mit Buch oder Puppe. In Augenblicken wechselt sie Stimme, Mimik und Gestik und verkörpert so Thomas’ ganze Familie im Streitgespräch am Abendbrottisch.

    Quelle: imaginale.net, Margrit Gysin mit dem Buch von allen Dingen

    Quelle: imaginale.net, Margrit Gysin mit dem Buch von allen Dingen

    Die Streitereien beim Abendbrot sind aber nicht der einzige Grund, warum Thomas für sich selber festgelegt hat “Später werde ich glücklich!”. Eine Aussage, die nicht nur auf die Frage, was er mal werden wolle passt, wie die Faust aufs Auge. Auch leitet Sie ihn in ein ungewisses “Später”, weil er, bis zum ersten Treffen mit – der als Hexe verschriehenen – Frau Ammersfoort, gar nicht recht weiß, wie er heute schon glücklich werden kann.

    Um nicht zu weit in die wunderschöne Geschichte vor zu greifen, möchte einfach alle ermuntern, die morgen in Stuttgart oder übermorgen in Mannheim sind, sich das Stück anzusehen, selber zu lachen, zu weinen und sich verzaubern zu lassen.  Für alle anderen gillt die ausdrückliche Empfehlung die Imagniale bis 09.02. in Ba-Wü zu besuchen. Viel Vergnügen.

  5. Zettelwirtschaft

    Um Ordnung an der klasssichen Pinnwand zu schaffen, wandern einige der vielen Zettel jetzt als Digitalversion in diesen Beitrag. Auf dem ersten Originalzettel schreibe ich seit Längerem immer wieder auf, was Freunde an ernstzunhemenden Lese- bzw.”Anschau”-Empfehlungen so geben. Aktuell steht da:

    Lesen!

    • Salman Rushdie, Mitternachtskinder
    • Jean-paul Sartre, Das Spiel ist aus
    • William Shakespeare, Macbeth

    Ansehen!

    • Tron
    • here we come
    • Schmetterling & Taucherglocke

    Ich ergänze das Ganze um einen weiteren Zettel, mit Filmen, die ich gerne nocheinmal sehen würde.

    Wiedersehen!

    • The big Lebwosky
    • Zurück in die Zukunft 1-3
    • Transporter (der Allererste)
    • Das doppelte Lottchen
    • Is was Doc?
    • eine Weihnachtsgeschichte im Spielzeugland, von der ich den Titel nicht kenne ;)