1. SHORTMOVES Kurzfilmfestival

    Shortmoves geht wieder los, das Internationale Kurzfilmfestival läßt wieder die LUX-Leinwände bespielen. Im PUSCHKINO startet das Programm am 17.09.2010 19 Uhr, im LUX Kino am Zoo 20 Uhr:

    Kurzweilig. International. Leidenschaftlich. SHORTMOVES, das erste und einzige internationale Kurzfilmfestival in Sachsen-Anhalt, gibt es bereits 10 Jahre. Zum Jubiläum laden wir am 17. und 18. September 2010 Kinoenthusiasten und Kurzfilmmacher aus aller Welt nach Halle ein. Viele Kurzfilme warten, viele “15 Minutes Of Fame”.

    Update (17.09.2010):

    Heute gehts los und morgen ist es immer noch schön! Denn morgen gibt es z.B. noch ein interessante Podiumsdiskussion. Ab 17 Uhr werden im LUX Kino am Zoo Branchenkenner und Kurzfilmexperten sowie das interessierte Publikum zusammenkommen.:

    Wir wollen nicht nur Filme anschauen, sondern auch über sie reden.

    Obwohl die Zahl der produzierten Kurzfilme jährlich steigt, nimmt die Öffentlichkeit nur wenig Notiz von ihnen. Höchstens Werbefilme erreichen ein Millionenpublikum. Produktionen ohne kommerzielles Interesse hingegen sind nur selten in den Medien.

    Ins Rampenlicht gerät das Medium nur auf Festivals, die sich den kurzen Werken verschrieben haben. Dort zeigt sich, welches Begeisterungspotential in Kurzfilmen steckt und mit wie viel Leidenschaft die Filme produziert wurden.

    Vor diesem Hintergrund steht die zukunftsweisende Frage, ob es der Kurzfilm ins öffentliche Bewusstsein schafft oder ihm nur das Nischenpublikum von Kurzfilmfestivals bleibt. Wir freuen uns auf die Diskussion des Themas mit Experten und Publikum.

  2. Selbstgedrehtes

    Es ist mal wieder so weit, das Filmforum Selbstgedrehtes geht in eine neue Runde.. Wem das Filmforum nichts sagt:

    Das Filmforum ist Plattform für junge Filmemacher von Kurzfilmen aus der Region Mitteldeutschland / Sachsen-Anhalt (insbesondere Halle, Leipzig, Weimar und Dessau) und bietet Platz zum Austausch von Meinungen. Ziel ist es junge Filmemacher zusammen zu bringen, um neue Projekte zu starten.

    Noch bis zum 15. Mai kann man sich mit einem Kurzfilm (max. 15 Min.) bewerben, dabei gibt es inhaltlich und gestalterisch keine Einschränkungen.

    Die Präsentation der Filme findet dann am 15. Juni (vermutlich im Zazie) statt.

  3. Screencapture

    Seit einigen Tagen bin ich dabei Screencasts anzufertigen. Dabei habe ich jedoch noch nicht das Optimum für mich gefunden. Denn mein Problem ist, dass nebenbei vvvv rechenintensiv am laufen ist.

    Aber hier mal ein kleiner Überblick, der getesteten Programme:

    Wink:

    • Hab ich gleich wieder deinstalliert, weil es mir nur die Möglichkeit gibt eine flashbasierte Bildschirmpräsentation zu bauen. Ist für den ein oder anderen sicher nützlich für mich aber eher unpraktisch, da der gecapturte Screen in einen Film eingebunden werden soll.

    VLC:

    • Der Alleskönner bietet natürlich auch eine Capturefunktion (hat mir aber im Ergebnisvideo keinen Mauszeiger angezeigt. Außerdem hat mein Rechner die entstandene avi-Datei nicht anständig speichern können (hat sich dadurch deutlich gemacht, dass Frames ausgelassen wurden und das Video teilweise verzerrt wiedergegeben wurde). Vorteilhaft ist die große Auswahl an Audio und Video-Kompressoren/Codecs.

    CamStudio:

    • Hier kann man ähnlich wie bei Wink einstellen ob der Mauszeiger mit aufgenommen werden soll oder nicht.  Nachdem die ersten Videos gecaptured waren hat mich die Auflösung sehr überrascht, die der meines Monitors entsprach. Mit dem Setzen von einem Häckchen war dem aber schnell ein Riegel vorgeschoben und ich konnte mir einen Bereich auswählen, der aufgenommen werden sollte. Außerdem bietet CamStudio (ähnlich wie VLC) verschiedene Codeceinstellungen an. Wenn man ein wenig mit diesen rumprobiert, kann es aber auch mal dazu kommen, dass die Farben plötzlich in die jeweilige Komplementärfrabe umgewandelt werden.

    Prinzipiell ist es nicht zu empfehlen den kompletten Monitor für die Aufnahme festzulegen, sondern sich für eine Region/Fenstergröße zu entscheiden. Für das Einbetten in Videos solte diese Größe optimaler Weise in PAL-Auflösung oder zumindest in 4:3 bzw. 16:9 sein.

    Ein selbstgebauter vvvv-interner Screencaster hat mich nicht so ganz überzeugt – vielleicht muss ich mir diesen noch mal zu Gemüte führen..

    Im Endeffekt konnte ich nur ein akzeptables Videoergebnis erzeugen, wenn vvvv weniger rechnen musste bzw. war meine Lösung den Bildschirm mit einer MiniDV-Kamera abzufilmen, hat auf jeden Fall das beste Ergebnis erzeugt – kommt aber ebenfalls nicht für jeden in Frage.

    Carsten wies mich letztens noch auf einen Online-Screencaster hin. Dieser schmückt sich mit dem Namen Screentoaster. Verwendet habe ich ihn noch nicht, um ehrlich zu sein fand ich es auch ein bisschen beängstigend meinen Bildschirm zu toasten. Deswegen entschied ich mich für die “Screencoast”:

    Screencoast

    Screencoast

  4. Berliner Mauer in Halle

    In Halle wird in den kommenden Wochen die Berliner Mauer zum Teil wieder aufgebaut..

    klingt im ersten Moment komisch, deswegen sollte man  nicht vergessen zu sagen, dass dies für einen Film passiert.

    Liebe Mauer wird der Film heißen, für den das Gelände der ehemaligen Fernsehfabrik zum Mauerabschnitt umgebaut wird.

    (via halleforum)

  5. Häuser

    Häuser – diese Dinger zum bewohnen, bemalen und bespaßen der Menschen sind schon eine feine Erfindung. Klasse ist an ihnen aber auch, wie unterschiedlich sie noch sein können..

    Nur manchmal geht es bereits bei der Planung gewaltig in die Hose und der Gesamtüberblick geht verloren.

    Mich reizen vor allem Industrieruinen, Plattenbauten und unrenovierter Altbau – sieht renoviert manchmal auch ganz schön aus.. Nur wird es irgendwann schwierig, wenn ein Haus zu verfallen droht.

    Einen schönen Mittelweg zwischen alt und neu haben z. B. fischer naumann partnerschaft gefunden. Sie bauten 2007 einfach ein neues Innenleben in ein kleines verfallenes Haus.

    Die Jungs vom Autonomen Architektur Atelier Bremen dagegen setzen mit ihren Konzepten stärker auf Zwischennutzung. Mit dem Sproutbau haben sie beispielsweise 79 Menschen (zumindest für einen Monat) ein neues Zuhause in einer Platte gegeben. Das Haus – inzwischen Wiese oder Bauloch – diente dabei dem wohnen arbeiten und feiern. Die Brache als lebendiges Dorf hingegen war ursprünglich eine Wiese und veränderte sich innerhalb weniger Tage, wie im Blog zu lesen ist:

    Eine nüchterne Bilanz in Zahlen sagt nach 7 offiziellen (und 12 inoffiziellen) Tagen aus, dass 11 Gruppen und 23 Einzelpersonen im Rahmen von b.a.l.d. Hütten, Bühnen, Installationen und Öfen errichtet, dass mehr als ein Dutzend Musiker, Autoren, Jongleure, DJ´s aus allen Himmelsrichtungen und weitere das Programm der Dorffeste gestaltet haben.

    Das Architekturbüro Raumlabor Berlin interveniert ebenfalls im Öffentlichen Raum. Mit ihrer Riesenblase nutzen sie unterschiedlichste Orte städtischer Landschaft, sie setzten die Blase unter eine Autobahnauffahrt, in einen leergezogenen Straßenzug und in einen Park zwischen Bäume und sonstiges Grün. Die halbdurchlässige dünne Kunststoff-”Wand” erschafft dabei eine Rückzugsmöglichkeit aus dem Öffentlichen in einen teilprivaten Gemeinschaftsraum, der Umrisse, Farben und Licht der Umgebung noch erahnen lässt.

    Aber wie schon einleitend gesagt, Häuser dienen nicht nur dem Wohnen. Sie sind auch “Leinwand”. Hierbei muss man den Begriff Leinwand jedoch etwas differenziert betrachten:

    1. Leinwand im malerischen/zeichnerischen Kontext: Die Street Art, nutzt Häuser als Ausstellungsort. Dabei beschränkt sie sich nur bedingt auf Gesprühtes und Geklebtes, vielmehr wird bei der EXPANSION SONORE die Hausfassade zum interaktiven Element für Stadtrundgänge oder sie wird…
    2. zur Leinwand als Projektionsfläche bzw. zum überdimensionalen Bildschirm, wie es der CCC 2001 mit dem Haus des Lehrers in Berlin veranstaltet hat – Blinkenlights. Jedes Fenster des Hochhauses bekam einen Scheinwerfer und diese Wurden dann computergesteuert als Bildpunkte genutzt, um beispielsweise kleine Computerspiele (mit dem Handy als Controller) zu spielen. Die letzte Neuauflage hatte Blinkenlights im Oktober 2008 am Rathaus von Toronto.  Auch als Leinwand nutzt der Cinemuro e.V. aus Leipzig die hausfassade. Mit dem Projekt Mauerstreifen geben sie der Stadt ein Kurzfilmkino, das nicht an einen festen Ort gebunden ist.  Es wird durch die Straßen gewandert, man lässt sich an verschiedenen Orten nieder, schaut einen Kurzfilm, rollt das Verlängerungskabel wieder auf und zieht zum nächsten Ort, um z.B.
    3. Häuser auf der Leinwand zu sehen. Von der Kamera eingefangen sieht man Häuser in ihrer natürlichen Umgebung, sei es in dem ein oder anderem Thriller-/Horrorfilm, in dem Häuser Menschen gefangen halten (oder umgekehrt?) oder als Kulisse, wie zum Beispiel in Fritz Langs Metropolis.  Der eine (nur) aus Hochhäusern bestehende Riesenstadt zeigt.  In “Das Cabinet des Dr. Caligari” (beinahe auch unter Regie von Fritz Lang) baute Walter Reimann eine expressionistische Kulisse. Im Laufe des Filmes verändert sich diese Kulisse zunehmend und die dargestellten Straßenzüge und Häuser werden immer abstrakter und verrückter…