1. SEO pragmatisch

    Dem Thema Screenshots der beliebten Suchmaschine hat sich Mac von dataloo auch angenommen:

    dataloo zum Thema SEO

    dataloo-Screenshot "Google PR Stunt"

  2. Google zur Kreativnutzung freigegeben?

    Es ist kein besonderer Abend. Vier Freunde sitzen zusammen im Wohnzimmer, quatschen über die Nutzung von Onlinediensten, das deutsche Urheberrecht und die “neuen” Creative Commons Lizenzen. Im Gespräch kommen sie zu der Frage:

    Unterliegt die Google-Ergebnissseite einer Bildersuche u.U. der Creative Commons Lizenz, wenn CC-Inhalte dargestellt werden?

    Das Szenario, welches zu dieser Frage führt ist die Tatsache das Inhalte die unter einer Creative Commons  Share-Alike Lizenz veröffentlicht werden automatisch auch nur unter dieser Lizenz wiederveröffnetlicht werden dürfen. Auf der CC-Webseite liest man dazu:

    Creative Commons Share-ALike Lizenzsymbol

    Share Alike. You allow others to distribute derivative works only under a license identical to the license that governs your work.

    Werden also Bilder einer Webseite auf der Ergebnissseite einer Suchmaschine als thumbnails angezeigt, müsste die vorliegende Webseite mindestens unter der gleichen Lizenz veröffentlicht worden sein. Ein Aspekt der zugegebenermaßen unvorstellbar scheint. In der Recherche zum Thema stoße ich auf eine ganze Reihe spannender Blogbeiträge, die sich aber erstmal “nur” mit dem Urhebererchtsschutz von Bildern beschäftigen, welche als thumbnails wieder auf der Ergebnissseite einer Bildersuche auftauchen, egal ob google, yahoo, ask oder sonstwas.

    Erst im Oktober diesen Jahres entschied das OLG Hamburg im Falle einer klassischen Klage zum Schutz des Urheberrechts zu Gunsten des Klägers und wies damit google in die Schranken, nicht alles zu dürfen. Demnach sei es nicht überaschend, das das Abbilden von thumbnails der Einwilligung des Urhebers bedarf und ansonsten erstmal rechtswidrig ist. Leider hilft uns das für unsere Fragestellung nur bedingt weiter.

    Spannender ist da ein Urteil des LG Erfurt, vollstreckt im März 2007, welches sich zwar auch mit dem klassischen deutschen Urheberrechtsschutz beschäftigt, aber explizit auf die Existenz und die Nutzung der robots.txt verweist, auch wenn dieses Urteil noch die Nutzung von thumbs als unproblematisch einstuft und google in seinem Handeln recht gibt.

    Die robots.txt ist eine Datei, die Suchmaschinen anweist welche Inhalte einer Webseite zu indexieren sind und welche nicht. Das Gericht spricht sich dafür aus, dass der Seitenbetreiber verantwortlich ist, Suchmaschinen vor dem Indexieren bestimmter Inhalte auszusperren, was ich auch für sinnvoll erachte. Ist es ja schließlich der freie Wille des Autors, Inhalte im Internet zu veröffentlichen. Unsere robots.txt erlaubt beispielweise eine vollständige Indexierung aller Inhalte, inkl. der Bilder. Rechtlich sicherlich auch nicht ganz unbedenklich, sollten wir hier Inhalte veröffentlichen, für die wir zwar ein Veröffentlichungsrecht haben, nicht jedoch die Suchmaschinen.

    In den Kommentaren eines Beitrags beim österreichischen derstandart.at lese ich erstmalig auch etwas zu Creative Commons Lizenzen. Leider aber nicht passend zu unserer Fragestellung.

    Ob also die Ergebnisseite einer Bildersuche nun quasi zur Weiternutzung durch kreative Köpfe freigegeben ist, muss erstmal offen bleiben. Am Horizont zeichnen sich jedenfalls gruselige Szenarien ab, wenn man sich vorstellt, dass eine Bildersuche bald nur noch Text als Ergebnisse zurück liefert, weil sich die Suchmaschinenbetreiber nicht von Unzähligen – wahrscheinlich netzfremden – beklagen lassen wollen. Über eine Alternative mit Hilfe von Mikroformaten habe ich mir nebenan Gedanken gemacht

    Abschließend noch ein Hinweis auf eine spannende Webseite, die seit dieser Recherche auch in meinem feedreader beheimatet ist. iRights.info ist eine echte Empfehlung rund ums Onlinerecht.