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Image Fulgurator

Image Fulgurator - die Bildschleuderer Knarre - www.juliusvonbismarck.com

Image Fulgurator - die Bildschleuderer Knarre - www.juliusvonbismarck.com

Der Image Fulgurator (Bildschleuderer) ist ein Gerät zur Manipulation von Fotos. Er greift ein, wenn ein Foto aufgenommen wird und projiziert subversive Botschaften oder Motive auf Fotos, ohne dass der Fotograf etwas davon bemerkt. Anders gesagt handelt es sich  um einen umgekehrt funktionierenden Fotoapparat, der aussieht wie eine Pistole und Bilder auf fremde Apparate bannt. Für Bismarck ist er technisch-schlicht ein „Apparat zur minimal-invasiven Manipulation von Fotografien”.

In dieser Woche, am Donnerstag den 04. März 2010, findet mit Julius von Bismark eine Visiting Artists Session in der Galerie dieschönestadt am Steintor in Halle statt.

Ein paar schicke Beispielfotografien und auch einen kleinen Film gibt es auf der Erfinderwebseite.

Wir sehen uns Donnerstag!

Feuerwehr hilft richtungsweisend

Feuerwehr hilft richtungsweisend

Feuerwehr hilft richtungsweisend

Mein Abend mit Edgar Allan

Es gibt wenig Schriftsteller, die so einen nachhaltigen Einfluss auf die Kunst hatten, wie Egar Allan Poe. Im vergangenen Jahr wurde weltweit sein 200. Geburtstag gefeiert. Aus irgendwelchen Gründen präsentierte in diesem Rahmen das hallische Opernhaus die Welturaufführung eines Musicals mit dem Namen des Schritstellers.

Als Teenager fiel mir der Sammelband  “Der Goldkäfer” in die Hände, die neben der titelgebenden Geschichte auch  u.a. “Die Maske des roten Todes” und “Der Doppelmord in der Rue Morgue” enthielt.  Mit der letzgenannten Geschichte hat Poe eine gesamte Literaturgattung begründet, inspirierender fand ich allerdings die zweite Detektivgeschichte “Der entwendete Brief”. Insbesondere hatte es mir der philosophische Diskurs über Mathematik und (Dicht)Kunst angetan. Ich las dann allles, was ich finden konnte. Nachhaltig hat mich auch “Das Pendel” beeindruckt, dann las ich Poe bis 2009 nie wieder, die Texte sind aber nach wie vor präsent.

Als ich gestern [am 03.01.2010] durch das tiefverschneite Halle ging, welches durchaus als Illustration eines Poe’schen Gedichts hätte geeignet sein können, wußte ich wenig über die Entstehung des Stückes. Ich hatte gelesen, dass der Komponist und Autor Eric Woolfson, Mitbegründer von “The Alan Parsons Project”, der Premiere ferngeblieben war, da er mit der Inszenierung nicht einverstanden war. Ich hatte allerdings auch gelesen, dass die Premiere ursprünglich in Berlin geplant war, aber auch dort zu Differenzen entstanden sind. Ich erwartete weniger einen gesungenden Lebenslauf, sondern eines von Edgar Allan Poes Schaffenskraft beeinflusstes Stück.

Musik

Ich sass im Parkett. Gesang und Instrumente waren weitesgehend ausgewogen, an einigen Stellen war das Orchester jedoch zu laut. Die Musik ist natürlich das Sahnehäubchen des Stücks und allemal den Gang wert. Die Übersetzungen sind insgesamt gelungen.

Bühnenbild

Das Bühnenbild ist großartig, auch mit den Umbauten während des Stückes. Videoeffekte wurden selten und zurückhaltend eingesetzt.
Den Bühnenraben finde ich allerdings misslungen. Die Oper warb in der Stadt mit einer Rabenfigur, was ich eine gute Marketingidee finde.

Inszenierung

Meiner Meinung nach hätte es der 5 zusätzlich eingeführten Figuren, die wohl der Anlass für den Streit mit dem am 02.12.2009 verstorbenen Komponisten gewesen sind, nicht bedurft. Halle hat keine Musicalbühne und auch kein Musicalensemble. Die Voraussetzungen waren bekannt und deshalb kann man die Inszenierung auch als gelungen werten. Die Auswahl der biografischen Stationen ist insgesamt in Ordnung. Verblüffend ist nur das das Stück den Eindruck Poe sei abhängig von Alkohol und Opium weitergibt, dass überwiegend durch Rufus Wilmot Griswold (im Stück sein Gegenspieler) geprägt worden ist.  Dafür wäre m.E. eine Würdigung von Charles Baudelaire möglich gewesen, ohne ihn hätte die Geschichte Poe wahrscheinlich vergessen.

Das Ensemble

Die Akteure hatten auch noch für eine Zugabe in der Originalsprache Kraft, insbesondere Björn Christian Kuhn, der anders als ausgewiesen, nicht nur den älteren Poe sang und spielte. Manche Chorlieder wirkten doch manchmal stimmlich wie aus einer Operette.

Ein gelungener Abend und ein letztes Rätsel. Das Stück ist als Liveperformance 2003 in den Abby Road Studios aufgeführt worden. Es mag umarrangiert worden sein, es wurden jedoch alle Titel (in etwas anderer Reihenfolge) gespielt. Ist es dann noch eine Uraufführung?

unser erster Gastautor: Andreas “Pawel” Fritsch

… ist Sozialarbeiter bei der Stadt Halle, Familienvater und ein Freund länger als es diese Seiten gibt. In seiner Freizeit, mit scharfsinnigem Blick, unterwegs durchs Netz erforscht er SVG (scalable vector graphic) und die Chancen neuer Technologien für das barrierearme Web. mehr

Recherchesammlung: Arbeit

Einleitend in unsere Arbeitsserie stelle ich unsere Rechercheergebnisse für ein geplantes Projekt vor. Die vorliegende Sammlung ist eine Auswahl empfehlenswerter Literatur, Radiosendungen, Webseiten und Filme bzw. Spots.

Literaturempfehlungen, Magazine und Zeitungen

  1. Prekäre Perspektiven … in der neuen Gesellschaft

    Informationen aus der Tiefe des unsicheren Raumes, Reader zur Diskussionsreihe, Hrsg. Neue Gesellschaft für Bildende Kunst e.V., Berlin 2004 - 2006

  2. Wir nennen es Arbeit

    Die digitale Boheme oder Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung, Sascha Lobo, Holm Friebe, Wilhelm Heyne Verlag, München 2006

  3. Wovon lebst du eigentlich?

    Vom Überleben in prekären Zeiten, Jörn Morisse, Rasmus Engler, Piper Verlag GmbH, München 2007

  4. Neue Arbeit, Neue Kultur

    Frithjof Bergmann, Arbor Verlag, Freiamt 2004

  5. The Rise of the Creative Class

    And How It’s Transforming Work, Leisure, Community and Everyday Life, Richard Florida, basic books, New York 2002

  6. Entgrenzung von Arbeit und Leben

    Essaysammlung in der Beilage zur Wochenzeitung „Das Parlament„, Aus Politik und Zeitgeschichte, Ausgabe 34 / 2007, Bonn 2007

Radiofeatures, Interviews und Reportagen

  1. Arbeit, die wir wirklich wollen

    Frithjof Bergmann über sein Konzept der Neuen Arbeit, Hörbuch, blauburg Verlag, Freiburg 2004

  2. Prekäre Superhelden

    Superhelden und Heldinnen widmet sich die Ag „Schwerprekär„ ausnahmsweise in Buchform. Interview mit Autor Dipl. Politologe Stephan Adolphs., freie-radios.net, Radio Corax 2008

  3. Das Monster Prekariat

    Es geht um den Begriff des »Prekariats«. Was es genau mit dieser umstrittenen Kampfvokabel auf sich hat, in welchen Kontexten sie Verwendung findet und welchen Erkenntniswert sie bereitstellt, freie-radios.net, Radio Corax 2008

  4. Organisiert das schöne Leben

    Interview mit Philipp Stein, einem Sprecher des Berliner Mayday-Bündnisses., freie-radios.net, Radio Corax 2008

  5. Vor- und Nachteile notwendiger Rahmenbedingungen der digitalen Bohème

    Sascha Lobo, der 2006 der digitalen Bohème eine prächtige Zukunft prophezeite, redet er über die notwendigen Rahmenbedingungen des selbst bestimmten Arbeitens., freie-radios.net, Radio Corax 2008

  6. die digitale Bohème

    Alternative zum unbefriedigenden Brotjob oder Avantgarde einer völligen Ökonomisierung aller Lebensbereiche?, freie-radios.net, Radio Corax 2008

  7. Strike Bike

    Eine Belegschaft leistet Widerstand gegen die Schließung aus ökonomischen Gründen und schafft das Unmögliche: Sie gränden ihre eigene Firma und bauen ihre eigenen Protest-Fahrräder., freie-radios.net, Radio Corax 2008

Weblinks mit Ideen und Projekten

  1. ARBEIT(s)LEBEN im WANDEL

    Onlinedosier des Goethe-Institut zum Thema „Zukunft der Arbeit, Prekarisierung, Generation Praktikum“, Goethe-Institut, München 2006 - 2008

  2. Die Zukunft der Arbeit

    brandeins Onlinedosier Nummer 06 zum Thema „Zukunft der Arbeit“, brandeins Verlag GmbH & Co. OHG, Hamburg 2000 - 2007

  3. Themenjahr „Arbeitswelt(en) Zur Zukunft von Arbeit und Engagement„ (Arbeitstitel)

    Informationen, Ideensammlung und Aufforderung zur Beteiligung am kulturellen Themenjahr 2009, Stadt Halle, Franckesche Stiftungen, Halle 2008

  4. Von der Bohème zur Unterschicht

    Job, Geld, Leben - nichts ist mehr sicher. Eine neue Klasse der Ausgebeuteten begehrt auf: Das Prekariat, Thomas Gross, Onlinearchiv DIE ZEIT 27.04.2006 Nr.18

  5. Selbstbestimmung oder Selbstausbeutung?

    Themenblog zur Digitalen Bohème, Autorin anonym, digitalbohemian.wordpress.com 2008

  6. Was ist Arbeit heute?

    ist die Frage über dem Kunsttransferprojekt „Geometrie der Arbeit„, das 2006 begann., Fachgebiet Kunstpädagogik und Kunsterziehung an der Burg Giebichenstein, 2008

Filme, kurze Spots und Reportagen

  1. Vorschaubild: Arbeit?
  2. Vorschaubild: NEBEN DER ARBEIT
  3. Vorschaubild: Prekäre Arbeit und Entlohnung in Sachsen-Anhalt
  4. Vorschaubild: 9to5. Wir nennen es Arbeit
  5. Vorschaubild: Blitzpop
  6. Vorschaubild: Elektrischer Reporter 04: Digitale Bohème
  7. Vorschaubild: Euromayday 2007 Wien - Prekarisierung
  8. Vorschaubild: kreatives proletariat

Diese Sammlung stand bis jetzt unter schichtsysteme.medienstadt.info zur Verfügung und ist ab sofort nur noch hier erreichbar.

Eyecatcher Konjunkturdelle

Alle Welt spricht von der Wirtschaftskrise. Ich hab’ sie vergangene Woche sogar vor die Linse bekommen.

Plus Minus

Plus Minus

Anfänglich dachte ich noch an einen Marketinggag, weil das Schild insgesamt drei Mal falschherum ab- und wieder angebaut wurde. Mittlerweile ist hier allerdings ein neuer Discounter eingezogen.

Moritzburg 2.0 - ein netter Versuch

Was das ZfzK 2007 versuchte, will nun auch die Stiftung Moritzburg. Mit “art is moving” versucht sich die Stiftung Moritzburg grade selber einer Zielgruppe zu nähern, von der sie offensichtlich kaum eine Ahnung hat.

art-is-moving

“Art is moving” will eine interaktive Onlinekampagne für die Moritzburg sein. Leider erfährt man auf der dazugehörigen Webseite überhaupt nichts über Ziel und Nutzen dieser “Kampagne”. Auch die dazugehörige Pressemitteilung, die sich dort im Übrigen auch nicht finden lässt, gibt nur minimalen Aufschluss.

Mit der Aktion “stopmotion” macht das Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt auf der Website anspruchsvolle Inhalte leicht zugänglich und abrufbar. Kurze Trickfilme entführen den Betrachter auf eine humorvolle Reise zur Kunst und zur Architektur im Kunstmuseum Moritzburg.
Aber es wird noch viel mehr zum Thema Kunst geboten.

Ich frage mich nur wo.

Alle Interaktionen sind online über www.art-is-moving.de kostenfrei abruf- und erlebbar.

Wie gnädig ;)

Die Webseite ist auch nur mäßig, errinnert an ein Baukastenprodukt á la google page creator und wirkt alles in Allem irgendwie lieblos. Auch weil ich für Webseiten, die Geräusche machen, welche man nicht abstellen kann, nun so gar nichts übrig habe.

Noch dazu, dass die Pressemitteilung vom 11.03., der letzte Blogeintrag auf der Seite allerdings schon vom 30.12.’08 stammt, macht mich stutzig.

Ach was soll ich mich ärgern. Die neue Moritzburg ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Was die Onlinekampagne bietet, wird sich noch zeigen.

Streik Dich wach

Wir sind Mehrwert

Heute morgen auf dem halleschen Marktplatz, der Warnstreik der hiesigen verdi Gewerkschafter. Sie fordern 8% mehr Lohn für Lehrer, Straßenmeister und wissenschaftliche Beschäftigte der Universitäten und wollen damit auch ihr Scheibchen vom Kuchen gegen eine neuerliche “Konjunkturdelle”.

Straßen bleiben heut kaputt

Warnstreik vor den fünf Türmen

Ratshof und Demo