1. Recherchesammlung: Arbeit

    Einleitend in unsere Arbeitsserie stelle ich unsere Rechercheergebnisse für ein geplantes Projekt vor. Die vorliegende Sammlung ist eine Auswahl empfehlenswerter Literatur, Radiosendungen, Webseiten und Filme bzw. Spots.

    Literaturempfehlungen, Magazine und Zeitungen

    1. Prekäre Perspektiven … in der neuen GesellschaftInformationen aus der Tiefe des unsicheren Raumes, Reader zur Diskussionsreihe, Hrsg. Neue Gesellschaft für Bildende Kunst e.V., Berlin 2004 – 2006
    2. Wir nennen es ArbeitDie digitale Boheme oder Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung, Sascha Lobo, Holm Friebe, Wilhelm Heyne Verlag, München 2006
    3. Wovon lebst du eigentlich? Vom Überleben in prekären Zeiten, Jörn Morisse, Rasmus Engler, Piper Verlag GmbH, München 2007
    4. Neue Arbeit, Neue Kultur

      Frithjof Bergmann, Arbor Verlag, Freiamt 2004

    5. The Rise of the Creative Class And How It’s Transforming Work, Leisure, Community and Everyday Life, Richard Florida, basic books, New York 2002
    6. Entgrenzung von Arbeit und Leben Essaysammlung in der Beilage zur Wochenzeitung „Das Parlament„, Aus Politik und Zeitgeschichte, Ausgabe 34 / 2007, Bonn 2007

    Radiofeatures, Interviews und Reportagen

    1. Arbeit, die wir wirklich wollenFrithjof Bergmann über sein Konzept der Neuen Arbeit, Hörbuch, blauburg Verlag, Freiburg 2004
    2. Prekäre SuperheldenPrekäre Superhelden

      Superhelden und Heldinnen widmet sich die Ag „Schwerprekär„ ausnahmsweise in Buchform. Interview mit Autor Dipl. Politologe Stephan Adolphs., freie-radios.net, Radio Corax 2008

    3. Das Monster Prekariat Das Monster Prekariat

      Es geht um den Begriff des »Prekariats«. Was es genau mit dieser umstrittenen Kampfvokabel auf sich hat, in welchen Kontexten sie Verwendung findet und welchen Erkenntniswert sie bereitstellt, freie-radios.net, Radio Corax 2008

    4. Organisiert das schöne Leben Organisiert das schöne Leben

      Interview mit Philipp Stein, einem Sprecher des Berliner Mayday-Bündnisses., freie-radios.net, Radio Corax 2008

    5. Vor- und Nachteile notwendiger Rahmenbedingungen der digitalen BohèmeVor- und Nachteile notwendiger Rahmenbedingungen der digitalen Bohème

      Sascha Lobo, der 2006 der digitalen Bohème eine prächtige Zukunft prophezeite, redet er über die notwendigen Rahmenbedingungen des selbst bestimmten Arbeitens., freie-radios.net, Radio Corax 2008

    6. die digitale Bohèmedie digitale Bohème

      Alternative zum unbefriedigenden Brotjob oder Avantgarde einer völligen Ökonomisierung aller Lebensbereiche?, freie-radios.net, Radio Corax 2008

    7. Strike Bike Strike Bike

      Eine Belegschaft leistet Widerstand gegen die Schließung aus ökonomischen Gründen und schafft das Unmögliche: Sie gränden ihre eigene Firma und bauen ihre eigenen Protest-Fahrräder., freie-radios.net, Radio Corax 2008

    Weblinks mit Ideen und Projekten

    1. ARBEIT(s)LEBEN im WANDEL Onlinedosier des Goethe-Institut zum Thema „Zukunft der Arbeit, Prekarisierung, Generation Praktikum“, Goethe-Institut, München 2006 – 2008
    2. Die Zukunft der Arbeitbrandeins Onlinedosier Nummer 06 zum Thema „Zukunft der Arbeit“, brandeins Verlag GmbH & Co. OHG, Hamburg 2000 – 2007
    3. Themenjahr „Arbeitswelt(en) Zur Zukunft von Arbeit und Engagement„ (Arbeitstitel)Informationen, Ideensammlung und Aufforderung zur Beteiligung am kulturellen Themenjahr 2009, Stadt Halle, Franckesche Stiftungen, Halle 2008
    4. Von der Bohème zur UnterschichtJob, Geld, Leben – nichts ist mehr sicher. Eine neue Klasse der Ausgebeuteten begehrt auf: Das Prekariat, Thomas Gross, Onlinearchiv DIE ZEIT 27.04.2006 Nr.18
    5. Selbstbestimmung oder Selbstausbeutung?Themenblog zur Digitalen Bohème, Autorin anonym, digitalbohemian.wordpress.com 2008
    6. Was ist Arbeit heute?ist die Frage über dem Kunsttransferprojekt „Geometrie der Arbeit„, das 2006 begann., Fachgebiet Kunstpädagogik und Kunsterziehung an der Burg Giebichenstein, 2008

    Filme, kurze Spots und Reportagen

    1. Vorschaubild: Arbeit?
    2. Vorschaubild: NEBEN DER ARBEIT
    3. Vorschaubild: Prekäre Arbeit und Entlohnung in Sachsen-Anhalt
    4. Vorschaubild: 9to5. Wir nennen es Arbeit
    5. Vorschaubild: Blitzpop
    6. Vorschaubild: Elektrischer Reporter 04: Digitale Bohème
    7. Vorschaubild: Euromayday 2007 Wien - Prekarisierung
    8. Vorschaubild: kreatives proletariat

    Diese Sammlung stand bis jetzt unter schichtsysteme.medienstadt.info zur Verfügung und ist ab sofort nur noch hier erreichbar.

  2. Radio + Theater im Februar

    Für die kommenden Wochen im Kulturkalender angestrichen, sind ein Paar Theatergeschichten und einige spannende Radiobeiträge beim Deutschlandfunk bzw. Deutschlandradio Kultur.

    MeinKulturPlan#1 “Netzwerk Neue Musik”

    Mit musikalischem Surrealismus gepaart mit bildender Kunst leitet das Deutschlandradio Kultur in diesem Monat seine 2-jährige Medienpartnerschaft mit dem neu gegründeteten “Netzwerk Neue Musik” ein.

    Am 17.02. um 3 nach 8, also 20:03 Uhr läuft beim Kultursender ein Konzertprojekt des Ensebmles ascorta, im Rahmen des Netzwerks Süd, welches mich neugierig macht.

    Das “Netzwerk Neue Musik” ist ein Zusammenschluß ziemlich unterschieldicher musikalischer Künstler, die miteinander etwas klangvoll-neues erproben möchten. Die Ziele im bundesweiten Netzwerk sind regional höchst unterschiedlich, keines weniger innovativ als sein Nächstes. Auch die lokalen Ausgangsbedingungen, sowie die angepeilte Reichweite unterscheiden sich in den beteiligten Städten und Regionen. Finde ich echt cool, dass sich sowohl der Deutschlandfunk als auch Deutschlandradio Kultur für eine Medienpartnerschaft dieser Größe gewinnen lassen. Das Ziel, das alle Teilprojekte, die Radiosender und den Financié, die Kulturstiftung des Bundes, eint, ist

    [...] neue und nachhaltige Formen zur Vermittlung Neuer Musik zu kreieren, um auch diese zeitgenössiche Kunstform endlich in der Öffentlichkeit zu etablieren.

    Ich wünsche viel Erfolg und freue mich auf eine Sendung experimenteller Musik. Hoffentlich hört man bis 2011 nochmal was davon.

    MeinKulturPlan#2 “Silberhöhe gibts nicht mehr”

    Ein Stück, dass ich mir schon ewig vorgenommen habe zu sehen, steht für den 19. diesen Monats noch einmal auf dem Spielplan des Thalia Theaters. Gezeigt wird “Silberhöhe gibts nicht mehr” um 20:00 Uhr auf der Probenbühne II, am Weidenplan 20 in Halle. Im Spielplan steht viel Text dazu, wovon ich dieses Häppchen als Appetitanreger gern zitieren möchte.

    Mit „Silberhöhe gibt’s nich mehr“ hat Dirk Laucke ein Stück über Jugendliche geschrieben, die in Silberhöhe, Silberhölle, Silvercity leben und hier in den Lücken Sachen machen, die man halt so macht:…

    “Silberhöhe gibts nicht mehr” gewann auch vergangenes Jahr bei uploadyoucity, einer Videokunstaktion des zfzk mit folgendem kurzen Spot den zweiten Platz.

    MeinKulturPlan#3 “Zeitdiebe lauern an jeder Ecke”

    Im regelmäßigen Programm beider o.g. Radiosender gibt es jeden Monat vier mal “Die lange Nacht”, ein besonderes Themenspecial, dass sich erfahrungsgemäß ca. 3 Stunden lang und immer samstags mit einem Thema auseinadersetzt. Die in diesem Monat dritte ist “Die lange Nacht über as Warten” und im Programmheft stand sehr amüsant zu lesen:

    Supermarktkasse. Lange Schlangen. Die Wartenden stehen ernst und stumm. Einer hat sein Portemonaie vergessen. Die Geduldsfäden reißen. Es wird geschimpft, gestöhnt, gedrängelt. Warten ist eine Zumutung. Warten legt die Nerven und das Innenleben frei. [...]

    Die Mächtigen lassen immer warten. Je mächtiger, desto länger. Das Warten wird existenziell für denjenigen, der sich ihnen ausgeliefert fühlt.
    Wie wartet ein Flüchtling in Abschiebehaft? [...]

    ‘Warten’, so erfahren wir aus dem Grimm’schen Wörterbuch, bedeutete einmal so viel wie aufpassen, verhindern, pflegen und schützen.

    Ein spannender Bogen also, den der Deutschlandfunk am Samstag, den 21. Februar um 23:05 Uhr, das Deutschlandradio Kultur etwas später um 0:05 Uhr auf diesen regionalen Frequenzen sowie im Livestream präsentiert.

    Ich selber hänge auch eher an der “brasilianischen Uhr”, was mir nicht immer nur Zuspruch einbrachte. Na ja, warten wir’s ab.

    MeinKulturPlan#4 “Faust – Der Tragödie 1. Teil”

    Geile Kostüme aus der Faustinszenierung an der Landesbühne Eisleben

    Goethes Faust gehört eigentlich zu den Stücken, die schon vor Zeiten von der “mal im Theater ansehen”-Liste geflogen sind. Nicht, weil mir das zu trocken oder zu tradiert wäre, nur weil ich es halt schon drei mal gesehen habe. Nichts desto trotz habe ich mich überzeugen lassen, mir die aktuelle Inszenierung der Landesbühne in Eisleben anzusehen. Vor allem auch, weil ich in diesem Haus leider erst ein Stück gesehen habe, eine gelungene Loriotinszenierung.

    Über Besonderheiten der hiesigen Inszenierung von “Faust – der Tragödie 1. Teil” schreibt die Webseite der Landesbühne leider nix. Dewesegen hier einfach mein Plan:

    Beginn 19:00 Uhr, am 25. oder 26. Februar, auf der Landesbühne in Eisleben.

    <ironie>Na wenigstens gibt’s eine Anfahrtsbeschreibung für Kraftfahrer. </ironie> Ich komme mit dem Zug.